Interview mit Heike Drexel

Veröffentlicht von Rosi Würtz am

Heike Drexel und ich lernten uns während einer Veranstaltung im Wissenschaftszentrum Bonn kennen und tauschten uns zum Thema „Social Media“ aus. Wir sprachen auch über die Möglichkeiten von Interviews, Themen anschaulich zu transportieren. Beruflich ist Heike Drexel als Expertin für Textilveredelung unterwegs.

Eine Hand voll Fragen an Heike Drexel

Frage 1: Welche Rolle spielt das Thema „Bewegung“ in Ihrem Leben?

Heike Drexel: Ich denke über Bewegung häufig bewusst nach und praktiziere sie als gezielten Ausgleich zu meiner vorwiegend sitzenden Tätigkeit, da ich überzeugt davon bin, dass es für die Lebensqualität wichtig ist, beweglich zu bleiben. Bewegung bedeutet für mich aber auch Freiheit: mich selbständig dorthin bewegen zu können, wo ich sein möchte ohne auf andere angewiesen zu sein. Und ich finde es wichtig, geistig beweglich zu bleiben und sich immer wieder durch neue Impulse im beruflichen Bereich (z.B. durch Fortbildungen) zu fordern als auch im privaten Bereich Anregungen durch soziale Kontakte und Kultur zu bekommen.

Frage 2: Wie lautet Ihre ganz persönliche Definition von Gesundheit?

Heike Drexel: Gesundheit ist das allerwichtigste Gut und bedeutet Leben ohne Medikamente, ohne dauerhafte körperliche Einschränkungen oder gar lebensbedrohliche Krankheiten. Auch nur ein Schnupfen oder eine Migräne machen mir immer mal wieder bewusst, wie labil – und somit kostbar- diese Gesundheit ist.

Frage 3: Welche gesundheitlichen Herausforderungen begegnen Ihnen in Ihrem Berufsalltag und auf welche Art und Weise meistern Sie diese?

Heike Drexel: Meine größte Herausforderung kommt durch die extrem einseitige Beanspruchung der Rücken- und Armmuskulatur bei meiner vorwiegend sitzenden Tätigkeit als auch für die Augen. Ich arbeite im Marketing und Vertrieb für (bestickte) Messe- und Teamkleidung und betreue unsere Webseiten als auch Kunden vorwiegend am PC und Telefon.

Zur Lockerung der Muskulatur versuche ich daher öfters kurz aufzustehen und z.B. beim Telefonieren mich hinzustellen. Allerdings geht das oft nicht lange, denn wenn der Kunde eine Auskunft braucht, setze ich mich doch wieder hin und recherchiere am PC. Bei den Augen hilft ein großer Bildschirm.

Frage 4: Wie sehen Ihrer Meinung nach smarte Arbeitsplätze aus?

Heike Drexel: Hierzu fällt mir spontan ein permanenter Wechsel zwischen Stehpult und Sitzarbeitsplatz ein. Das würde aber eine komplette technische Ausstattung an beiden Arbeitsplätzen erfordern.

Frage 5: Welche grundlegenden Veränderungen in unserer Arbeitswelt sehen Sie in den nächsten 10 Jahren auf uns zukommen?

Heike Drexel: Ich glaube, dass die zunehmende Digitalisierung immer mehr Arbeitsplätze an die Bildschirme verlagern wird und somit die sitzenden Tätigkeiten eher noch zunehmen.

Herzlichen Dank für dieses Interview!

Kathrin Rosi Würtz [November 2017]


PS: Im Gegenzug durfte ich auch eine Hand voll Fragen beantworten und zwar über das Thema „Mode & Stil“ auch in Bezug auf Team- und Unternehmenskleidung:


Rosi Würtz

Soziologin mit den Schwerpunkten Digitalisierung und Gesundheit, derzeit Promotion (Uni Bonn) über betriebliche Gesundheitskommunikation von Krankenhäusern in sozialen Medien, staatlich anerkannte Physiotherapeutin mit einem Faible für Paläontologie und Raumfahrt

3 Kommentare

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