Green Care: Mehr Bäume für mehr Gesundheit

Veröffentlicht von Rosi Würtz am

Es ist mal wieder Online-Kongresszeit und die erste Präsentation packt mich direkt am Anfang mit dem Satz „Trees are Green Care“: Mehr Bäume für mehr Gesundheit, so meine spontane Übersetzung des präsentierten Inhalts. Speakerin ist Matilda Van den Bosch, die während des Abschlussevents des Projekts „Green 4 Care“ spricht. In Städten spielt sich soziales und physisches Leben vor allem auf Grünflächen ab und diese Tatsache steht in direktem Zusammenhang mit Gesundheit und Wohlergehen. Die wissenschaftlichen Beweise verdichten sich immer stärker interdisziplinär, dass sich die Stadtgestaltung massiv auf diese lebenswichtigen Faktoren auswirkt.

Der Begriff Green Care war mir bisher noch nicht geläufig und ist divers aufgestellt. Green Care wirkt wie ein Boost auf das Immunsystem, weshalb bereits Kinder mit natürlichen Flächen in Kontakt kommen sollten. Ich erinnere mich an mein Outdoor-Leben als Kind und bin sehr froh über jede Exposition mit Natur. Die kindliche Neugier von damals ist ein gutes Fundament für heute. Auch wenn ich damals am Stadtrand (Darmstadt-Kranichstein) wohnte, so sehe ich heute umso mehr hier in Bonn, welche ungeheuerliche Wirkung grüne Flächen auf mich haben.

Social Farming

Noch einen neuen Begriff darf ich während des Online-Kongresses kennenlernen: Social Farming. In den Niederlanden existiert bereits einige Hundert dieser sozialen Farmen. Ich fühle mich an das Konzept von „Market Gardening“ erinnert. Im Prinzip geht es immer wieder darum, die Verbindung mit sich selbst und der Natur, in der wir leben und deren Teil wir sind, zu suchen und zu finden. Dies alles wird gedacht, entwickelt und gemacht im friedlichen Zusammenleben mit dem Willen, für die gemeinsame Zukunft zu lernen. Mir gefällt die Idee, Gesundheit und Natur als untrennbare Zutaten in allen Lebenszusammenhängen zu behandeln und in diesem Sinn nachhaltig zu handeln. Green Care beginnt bei uns, da wo wir sind, da wo wir wohnen, da wo wir im Kleinen eine Beitrag zum Großen leisten können. Ich für meinen Part freue mich, dass ich in meiner Nachbarschaft bereits damit beginnen konnte:

  • Bau unseres Nachbarschaftshochbeets im Vorgarten

Weitere Information zum Projekt: www.greenforcare.eu

Kategorien: Bewegung + Gesundheit

Rosi Würtz

Soziologin mit den Schwerpunkten Digitalisierung und Gesundheit, derzeit Promotion (Uni Bonn) über betriebliche Gesundheitskommunikation von Krankenhäusern in sozialen Medien, staatlich anerkannte Physiotherapeutin mit einem Faible für Paläontologie und Raumfahrt