ProMotion #48: Pizza-Tage

Veröffentlicht von Rosi Würtz am

Mich motiviert der Verzehr von Pizza ungemein. Aus diesem Grund gibt es einen Wochentag, an dem ich mit Genuss das Leben feiere. An Freitagen kommt bei mir eine Pizza auf den Teller. Damit belohne ich mich für die fast vergangene Woche. Gleichzeitig mache ich jedoch auch schon Pläne für die kommende Woche. Ein Ritual, das ich mir während der Abschlussphase meines Dissertationsprojekts einmal wöchentlich gönne.

Hintergrund der Pizza-Tage

In meiner Kindheit durfte ich mir gelegentlich eine Mahlzeit aussuchen. So auch an jenem Freitag. Ich stellte mich kurzerhand mit einem Zauberstab (den ich immer noch auf meinem Schreibtisch stehen habe) an mein Kinderzimmerfenster, öffnete es und brüllte lauthals durch die Wohnsiedlung: „Ich will Pizza! Pizza! Pizza!“ So legte ich das Fundament für viele weitere Pizza-Tage. Meine Nachbarin klingelte zwar wütend an der Haustür, doch dieser Meilenstein war lebenslang gesetzt.

Mein Onkel lehnte Pizza aus Prinzip ab: „Ich esse keinen Kuchen mit Gemüse!“ Auch diese Aussage konnte mich in Kindertagen nicht von meiner Leidenschaft für Pizza abbringen. Schließlich müssen nicht alle in meinem Umfeld das mögen, was ich mag.

Im Lauf der Jahre merkte ich, dass ich immer häufiger einfach nur durch das Leben rannte. Die Pizza-Freitage gerieten in Vergessenheit. Bis ich mein Faible für „Gemüsekuchen“ in einer der wohl stressigsten Zeiten wiederentdecken durfte. Revival der Pizza-Tage während meiner Promotionszeit.

Heute ist wieder ein Pizza-Tag!

Heute ist Freitag, der 12.05.2023. Die Woche war informationsreich. Der Online-Workshop „1. Summer School on Science Communication“ an der Universität Bonn lief erfolgreich. Für mich war die Info über den Einsatz von KI-Systeme als Ergänzung für meine Social Media Aktivitäten neu. An diesem Thema bleibe ich definitiv dran.

Pizza und Nachhaltigkeit: In dieser Woche kommt eine möglichst nachhaltige Pizza auf den Teller. Normalerweise ist dies eine selbstgemachte Pizza. Und gerne Belege ich diese mit Gemüse aus dem eigenen Garten, wenn die Saison es hergibt. Doch heute reicht die Zeit einfach nicht aus für ausgiebiges Teigausrollen. Eine Tiefkühlpizza wird es dann heute werden. Im Supermarkt hat nur die teuerste Pizza zumindest auf der Verpackung „nachhaltig“ ausgesehen. Die Verpackung verspricht, dass die Herstellung dieses Produkts möglichst ressourcenschonend vonstatten ging. Ich will’s hoffen und lese mich im Internet etwas schlauer.

In diesem Sinn, bleibt euch selbst treu und feiert eure ganz persönlichen Pizza-Tage!


Rosi Würtz

Soziologin mit den Schwerpunkten Digitalisierung und Gesundheit, derzeit Promotion (Uni Bonn) über betriebliche Gesundheitskommunikation von Krankenhäusern in sozialen Medien, staatlich anerkannte Physiotherapeutin mit einem Faible für Paläontologie und Raumfahrt